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Foto: DESG-PresseDa war sie wieder, die altbekannte Stärke der deutschen Mannschaften in den Team-Relay-Wettbewerben. Halbfinale der Frauen: Deutschland rückt sicher in den Endlauf am Sonntag ein. Halbfinale der Männer: Team Germany ist weiter…
Aber es war nicht so einfach, wie es sich unterm Strich liest. Zunächst der Schreck am Start bei den Frauen. Julia Riedel stößt mit ihrem Schlittschuh an die Kufe der polnischen Konkurrentin, die Ukrainerin stolpert hintendrauf, zwei Sportlerinnen kommen zu Fall. Start-Wiederholung, „aber Julias Schliff war beschädigt“, so Bianca Walter. „Deshalb haben wir abgesprochen, nur so viel Risiko wie nötig zu gehen.“ Die richtige Taktik, denn im Laufe der Runden hängten die Quartette aus Italien und Deutschland die Osteuropäerinnen sukzessive ab, Deutschland wurde sicher Zweiter. Da auch Elisa Lenkes rechter Schlittschuh Schaden genommen hatte, standen am Samstagabend Überstunden für Bundestrainer Mike Kooreman und Teamleader Miroslav Boyadzhiev an. „Kein Problem, das kriegen wir wieder hin.“ Und Elisa ist sicher: „In einem Finale ist immer alles drin“, selbst gegen Italien, Ungarn und die Niederlande. Das gilt auch für die Männer-Staffel. Dass Frankreich seinen Start im Semifinale absagte, machte das Unterfangen nur auf dem Papier einfacher. Russland und Polen packten die Deutschen ins Sandwich, fünf Runden vor Schluss lagen die drei Dresdner Robert Becker, Paul Herrmann und Robert Seifert sowie der Rostocker Torsten Kröger sogar am Ende. Dann der Schlusswechsel, Paul zog noch auf Platz 2 „und wenn die Lücke nicht zu groß gewesen wäre, hätte ich den Russen auch noch gepackt“. Das war wieder ganz der alte, angriffslustige Paul Herrmann. „Mit jedem Rennen werden die Mädels und Jungs besser“, stellte Trainerkoordinator Guy Thibault zufrieden fest. Paul Herrmann freut sich schon auf den Adrenalinschub am späten Sonntagnachmittag, wenn es gegen die Niederländer, Briten und Russen geht. „Es passt uns gut, als Underdog ins Rennen zu gehen.“
Ergebnisse
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