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Robert Seifert: motiviert ins Finale. Foto: DESG-PresseWer in diesen (kalten) Tagen die Niederlande bereist, sollte vorbereitet sein: es wimmelt vor Eisschnellläufern, die sich der zugefrorenen Wasserläufe bemächtigen. Ein Volk gleitet davon. Mal sportlich, mal familiär, den Steppke an der Hand. Der große Traum fast aller Friesländer, dass der „Elfstedentocht“ über 200 Grachten-Kilometer, durch elf Städte, einmal wieder stattfinden kann, erfüllt sich allerdings nicht. Noch sei die Eisschicht nicht mächtig genug. Dann geht man eben auch in die Halle. In Dordrecht, südlich von Rotterdam, wurde vor zwei Jahren mit dem „Sportboulevard“ der größte Freizeit- und Sportkomplex des Landes eingeweiht: in dem absolvieren die Short Tracker ihr Weltcupfinale. Es gibt nur noch wenige Karten (für 10 Euro), denn die attraktive Kurzbahn fasziniert inzwischen die Nation der ausdauernden Marathon-Kufenkratzer, wo 10.000-m-Läufe das Maß aller Dinge darstellen. Während des Trainings zog der DJ schon mal die Bässe hoch, die Halle ist dekoriert, Holland zelebriert ein ST-Fest.
Von der EM waren die NL-Skater mit einem Medaillenschatz zurückgekehrt. Zuletzt gelang der erste Weltcup-Podiumsplatz für die Frauenstaffel. Die 22-jährige Jorien ter Mors unterbot als erste Oranje-Läuferin die 44-Sekunden-Marke über 500 m. Jetzt wollen die Fans ihre neuen Lieblinge live bewundern, abschätzen, mit welchen Chancen sie zur WM nach Shanghai (9. bis 11. März) aufbrechen. Die DESG-Athleten spielten bei Heim-Events in Dresden (Weltcup, EM) häufig die Hauptrolle, in diesem Winter dagegen gehörten weite Reisen zum Alltag. Zehn Athleten (sechs Herren/vier Frauen) wollen nun eine „gewisse Enttäuschung“ von Moskau, so Bundestrainer Mike Kooreman, vergessen machen. Die Staffel der Herren besitzt noch (geringe) Chancen auf ein WM-Ticket. „Nicht-Sprinter“ Paul Herrmann, Zehnter im Gesamtweltcup über 1500 m, will sich – im Hinblick auf die Titelkämpfe – den kurzen Distanzen (500/1000 m) widmen. Robert Seifert hat den letzten Faux Pas (zwei Fehlstarts) abgehakt. Dass Coach Mike die Probleme mit dem Kufenmaterial lösen konnte, sorgt für Motivation. Auf das beste Weltcup-Resultat 2012. „Das ist mehr als ein normaler Weltcup hier – entsprechend sind wir alle elektrisiert“, spürt Kooreman good vibrations.
Freitag, 10.2. 11.00 – 16.30 Uhr: Vorläufe 1000 m, 1500 m, 500 m 18.00 – 20.45 Uhr: 500 m, 1000 m, Relay Damen + Herren Samstag, 11.2. 11.20 – 14.40 Uhr: Hoffnungsläufe 1000 m, 1500 m 17.30 – 21.00 Uhr: Viertelfinale, Halbfinale, Finale 1500 m und 1000 m; Relay Halbfinale Damen + Herren Sonntag, 12.2. 09.05 – 13.00 Uhr: Hoffnungsläufe 14.00 – 17.30 Uhr: Viertelfinale, Halbfinale, Finale 500 m, 1000 m (2), Finale Relay 3000 m Damen, 5000 m Herren
DESG-Starter: Bianca Walter, Christin Priebst, Julia Riedel, Elisa Lenke – Paul Herrmann, Robert Seifert, Torsten Kröger, Robert Becker, Daniel Zetzsche, Christoph Milz.
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